Couragiert gegen Gewalt. Ein Rundgang in Ober- und Untersiggenthal

In diesen Tagen findet der Prozess im Tötungsfall Nicky Hoheisel in Aarau statt. Hätte man es vermeiden können? Auch tragisch gestaltet sich der Fall München, wo ein Passant sich schützend vor eine Gruppe stellte und sein Leben dafür hergeben musste. Viele Passanten waren vor Ort und blieben untätig. Macht es Sinn couragiert einzugreifen? Wenn ja, wann greife ich ein? Überhaupt, bin ich in der Lage einzugreifen ohne mich selbst zu gefährden und wie mache ich das?

Raufereien mit Tötungsfolge sind die Ausnahmen. Respektlosigkeit und Ungerechtigkeiten im öffentlichen Raum begegnen wir alle, ob jung oder alt, und sind als ungewollte Teilnehmer gefordert. Die Situation ist unangenehm aber unser Gewissen redet auf uns ein etwas zu unternehmen. Die Vernunft plagt uns auch und mahnt uns zu Vorsicht und uns selbst zu schützen. „Herrje, warum greift niemand anders ein?“

Das Jugendnetz hat in Zusammenarbeit mit der Fachgruppe von NCBI und mit finanzieller Unterstützung des Kantons fünf Rundgänge in Ober- und Untersiggenthal zu diesem Thema durchgeführt. Couragiert und mutig gegen Gewalt und Ungerechtigkeit im öffentlichen Raum.
Eine professinelle Schauspielertruppe stellte Szenen vor Ort dar. Auf dem Schulhausplatz, im Pärkli und eine Szene im Bus. Die Teilnehmenden konnten an diesen Beispielen üben und lernen wie eingreifen und sich selbst schützen. Mit fachkundiger Begleitung wurden Strategien diskutiert und getestet.

Die fünf Rundgänge fanden reges Interesse in der Bevölkerung. Es nahmen insgesamt 135 Personen teil. Das Publikum war durchmischt vom 12 bis 70 Jährigen. Männer, Coinstar locations Frauen und ganze Verwaltungsabteilungen der Gemeinde nahmen teil.

This entry was posted on Mittwoch, Oktober 21st, 2009 at 11:47 and is filed under Obersiggenthal, Untersiggenthal. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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